UPDATE 14 Juli 2010
Curriculum der Schmerzgesellschaften DGPSF, DGSS, DGS, DMKG
Modul 2.2
Medizinische Grundlagen der Schmerztherapie
Veranstalter
Akademie für Schmerzpsychotherapie der DGPSF
- Curriculum Bochum -
Kontaktadresse:
Dr. rer. nat. Jule Frettlöh, Dipl.-Psych.
Abt. für Schmerztherapie
BG Kliniken Bergmannsheil - Universitätsklinik
Bürkle-de-la-Camp-Platz 1-2
44789 Bochum
Tel.: 0234 – 302 3340 oder 302 6638
Fax: 0234 – 302 6367
e-mail: jule.frettloeh@ruhr-uni-bochum.de
Dozent
Dr. med. D. Kindler, Bochum
Zeitaufwand in
Unterrichtsstunden
8 Unterrichtsstunden
Lernziele
Wissenserwerb von:
- Grundkenntnissen zu neuroanatomischen, physiologische und biochemische Grundlagen des Schmerzes
- Grundkenntnissen in medizinischer Diagnostik und in medizinischen Interventionsverfahren bei Schmerzen
Inhalt
A) Funktionelle Anatomie des Schmerzes
- Physiologie akuter und chronischer Schmerzen
- Nozizeption akuter und chronischer Schmerzen
- Nozizeptoren und afferente Fasern
- chemische Wirkungen auf Nozizeptoren
- zentrale Mechanismen von Nozizeption und Schmerz
- Schmerzhemmung im ZNS
- Plastizität im ZNS
- Neuroendokrinologie und Neuroimmunologie akuter und chronischer Schmerzen
- Hormone als Botenstoffe
- Netzwerk des Immunsystems
- Neuropeptide und Peptidhormone
- Biologische Mechanismen der Schmerzchronifizierung
B) Medizinische Diagnostik und Therapie
- Häufige Schmerzerkrankungen
- Rückenschmerzen
- Kopfschmerzen
- Neuropathische Schmerzen
- Tumor-bedingter Schmerz
- Grundlegende medizinisch-diagnostische Verfahren
Unterrichtsart, -medien, Materialien
Frontalunterricht, Fallbesprechungen incl. Stationsvisite
Besonderheiten
Die gezeigten Folien werden als hand-out zur Verfügung gestellt
Mittagessen wird in der Personalkantine der Klinik angeboten
Dozent ist Leiter der Schmerzambulanz, Uniklinik Bochum
Literatur
Kröner-Herwig, B., Frettlöh, J., Klinger, R. & Nilges, P. (2007). Schmerzpsychotherapie (6. Aufl.). Berlin: Springer (Kap. 2: Physiologie von Nozizeption und Schmerz, Kap. 3: Neuroendokrinologie und Neuroimmunologie; Kap. 4: Biologische Mechanismen der Chronifizierung – Konsequenzen für die Prävention)
Diener, H.C. & Maier, C. (2003). Das Schmerztherapiebuch (2. Aufl.). München: Urban & Fischer Verlag.
Zenz, M. & Jurna (Hrsg) (2001) Lehrbuch der Schmerztherapie – Grundlagen, Theorie und Praxis für Aus- und Weiterbildung, 2. Aufl. Wiss. verlagsunion Stuttgart
Angaben zur Dozentin
Dr. med. Doris Kindler
Berufsgenossenschaftlich Kliniken Bergmannsheil, Bürkle-de-la-Camp-Platz 1
Tel.: 0234/3023256
doriskindler@web.de; oder Kindler@anaesthesia.de;
Qualifikationen
Dozentin
1992- 2002 Assistentin in der Klinik für Anaesthesiologie, Intensiv-, Palliativ- und Schmerzmedizin in den Berufsgenossenschaftlichen Kliniken Bergmannsheil; seit 9/2003 ausschließlich in der Klinik für Schmerztherapie tätig.
8/2005 Fachärztin für Anästhesie; 10/2005 Zusatzbezeichnung spezielle Schmerztherapie.
Modul 1.1
Psychologische Grundlagen der Schmerzpsychotherapie
Prof. Dr. Michael Hüppe, Dipl.-Psych., Lübeck
Vorausgesetzte Module
obligatorisch
Dieses Modul sollte das erste Modul sein, das im Rahmen des Curriculums besucht wird.
Im Modul 1 werden Grundkenntnisse zum chronischen Schmerz (Definition, Epidemiologie, Entstehungsbedingungen, aufrechterhaltende/begünstigende Bedingungen) vermittelt. Die Berücksichtigung dieser Bedingungen in Schmerzbewältigungsprogrammen und die Effektivität von Schmerzpsychotherapie werden aufgezeigt.
Im einzelnen wird Wissen in folgenden Bereichen vermittelt:
- Merkmale chronischer Schmerzen im Vergleich zum akuten Schmerz, WHO-Klassifikation
- Kognitive, emotionale, verhaltensbezogene Grundlagen der Schmerzmodulation und deren Interaktion
- Häufigkeit chronischer Schmerzen in Deutschland und international
- Grading und staging von Schmerz; Schmerzchronifizierungsmodelle (psychologische, z.B. Mainzer Stadienmodell, Lübecker Amplifikationsmodell)
- Psychologische Mechanismen: der Schmerzchronifizierung (z.B. subjektives Krankheitsmodell, Aufmerksamkeitsfokussierung, Kontrollierbarkeit, fear avoidance, Persönlichkeitsmerkmale) und psychologische Risikofaktoren mit Hinweis auf vertiefende Behandlung in anderen Modulen (z.B. fear-avoidance beliefs und Rückenschmerz)
- Umsetzung der Mechanismen in Schmerzbewältigungsprogrammen (Marburger Schmerzbewältigungsprogramm)
- Kennzahlen von Effektivitätsbewertungen (z.B. ES; NNT), Metaanalysen zur Wirksamkeit psychologischer Schmerzpsychotherapie
- ICD-10-Kodierung von Schmerz (F45, F54, F68) und der Vergleich mit DSM-IV
Akuter und chronischer Schmerz
Biopsychosoziales Krankheitsmodell
Epidemiologie chronischer Schmerzen
Psychologische Modelle und Mechanismen der Schmerzchronifizierung
Psychologische Risikofaktoren der Schmerzchronifizierung
Übersicht zum Marburger Schmerzbewältigungsprogramm
Indikation und Effektivität psychologischer Schmerzpsychotherapie
Kodierung von Schmerz im ICD-10 und DSM-IV und Hinweis auf multiaxiale Klassifikationen
Interaktiver Frontalunterricht, Ausschnitte aus Lehrfilmen
Die ppt-Folien werden als hand-out zur Verfügung gestellt
Kröner-Herwig, B., Frettlöh, J., Klinger, R. & Nilges, P. (2007). Schmerzpsychotherapie (6. Aufl.). Berlin: Springer (Kap. 1: Schmerz – eine Gegenstandsbestimmung; Kap. 5: Psychologische Mechanismen der Chronifizierung; Kap. 6: Psychodynamische Konzepte bei somatoformen Schmerzzuständen; Kap. 7: Die Schmerzpersönlichkeit – eine Fiktion?)
Basler, H.-D. & Kröner-Herwig, B. (1998). Psychologische Therapie bei Kopf- und Rückenschmerzen (2. Aufl.). München: Quintessenz
Mayer, D (2004). Essential evidence-based medicine. Cambridge: Cambridge University Press (insbesondere Kap. 31: Meta-analysis and systematic reviews)
Angaben zu Dozent
Prof. Dr. Michael Hüppe, Universität zu Lübeck, Klinik für Anästhesiologie, Ratzegurger Allee 160, 23538 Lübeck
hueppe@mail.uni-luebeck.de
Prof. Dr. phil. Dipl.-Psych., Psychologischer Psychotherapeut, klinische und wissenschaftliche Tätigkeit am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein campus Lübeck, leitender Psychologe der Klinik, spezielle Schmerzpsychotherapie, Dozent und Supervisor in der Ausbildung von Schmerzpsychotherapeuten, Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Psychologische Schmerztherapie und -forschung, Geschäftsführer der Akademie für Schmerzpsychotherapie der DGPSF
Modul 1.2
Psychologische Anamnese und Diagnostik bei chronischen Schmerzen
Dr. rer.nat. Paul Nilges, Dipl.-Psych.
Modul 1.1: Psychologische Grundlagen der Schmerzpsychotherapie
Modul 1.2: Medizinische Grundlagen der Schmerzpsychotherapie
Erhebung einer Schmerzanamnese, Besonderheiten bei Schmerzpatienten kennen, spezifische Fragebögen kennen und interpretieren, Klassifikationssysteme anwenden
Probleme somatischer Diagnostik, daraus resultierende Regeln und Inhalte für die Erhebung individueller Schmerzentwicklungen. Diagnostik unter Einbezug verschiedener Informationsquellen und ebenen, Fragebogen für Schmerzpatienten anwenden, Chronifizierungskonzepte und –klassifikation, psychopathologische diagnostische Klassifikation nach DSM-IV und ICD-10 und die besonderen Probleme bei Schmerz
Seminar mit Powerpoint-Präsentation, Demonstrationen, Interaktive Übungen, Übungen in Kleingruppen, Rollenspiele
Materialien für die Teilnehmer: Handout der Folien, CD mit Artikeln, Seminarunterlagen, diagnostischen Materialien
Kröner-Herwig, B., Frettlöh, J., Klinger, R. & Nilges, P. (2007). Schmerzpsychotherapie (6. Aufl.). Berlin: Springer
Aktuelle Literaturliste sowie PDF-Dateien werden auf CD an die TeilnehmerInnen verteilt,
Dr. Paul Nilges, Auf der Steig 14-16, 55131 Mainz
Tel. 06131-9880
nilges@uni-mainz.de
Dr. rer. nat., Psychologischer Psychotherapeut, klinische und wissenschaftliche Tätigkeit im DRK-Schmerz-Zentrum Mainz, leitender Psychologe, spezielle Schmerzpsychotherapie, Dozent und Supervisor in der Ausbildung von Psychotherapeuten und Schmerztherapeuten, Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Psychologische Schmerztherapie und -forschung
Modul 2.1
Verhaltenstherapeutische Therapieansätze
Dr. rer. nat. Anke Diezemann, Dipl.-Psych., Mainz
Kennenlernen der wichtigsten verhaltenstherapeutischen Inter-
ventionen und deren Grenzen in der Anwendung bei chronischen Schmerzpatienten
Powerpointpräsentation, Durchführung von Übungen, Besprechen von Fallbeispielen der Teilnehmer, Übungen mit tragbaren Biofeedback-Geräten; Medien: PC, Beamer, Flipchart
Materialien für die Teilnehmer: Handout und CD mit Arbeitsmaterialien und Folien
Angaben zu Dozentin
Dr. Anke Diezemann, DRK Schmerz-Zentrum Mainz, Tagesklinik für interdisziplinäre Schmerztherapie, Auf der Steig 16, 55131 Mainz,
e-Mail: anke.diezemann@drk-schmerz-zentrum.de,
Tel. 06131 / 988 956, Fax 06131 / 988 959
Dr. rer. nat., Diplompsychologin, Psychologische Psychotherapeutin (Verhaltenstherapie), Spezielle Schmerzpsychotherapie, Klinische Tätigkeit (Einzel- und Gruppentherapie) am DRK Schmerz-Zentrum Mainz, Dozentin in Aus-, Fort- und Weiterbildung, Supervisorin für Verhaltenstherapie und Schmerzpsychotherapie.
Modul 7.1
Schmerzpsychotherapie im Gruppensetting
- Unterschiede zwischen dem therapeutischen Vorgehen im Einzel- und Gruppensetting erkennen und nutzen lernen
- therapeutische Möglichkeiten, Schwierigkeiten und Fehler bei der Arbeit mit Gruppen identifizieren und bewältigen lernen
- Reflexion der eigenen Haltung zur Arbeit mit (standardisierten) Gruppenprogrammen
- Einüben verhaltenstherapeutischer Gruppentechniken
Schmerztherapeutinnen und -therapeuten stehen häufig vor der Frage, für welche Klientel sich eine Gruppentherapie anbietet und wie sich schmerztherapeutische Interventionen im diesem Setting erfolgreich umsetzen lassen. Im vorgesehenen Workshop soll der Schwerpunkt auf besondere Umsetzungsaspekte und –probleme verhaltenstherapeutischer Interventionen im Gruppensetting gelegt werden. Nach einem kurzen theoretischen Überblick über die zentralen Wirkfaktoren der Gruppenarbeit und Darstellung einiger Forschungsbefunde (Gruppe- vs. Einzeltherapie) sollen u.a. mit Hilfe von Rollenspielen wesentliche Aspekte des therapeutischen Vorgehens bei der Arbeit mit Gruppen analysiert, diskutiert und eingeübt werden. Die Fortbildungsteilnehmer werden hiermit herzlich dazu eingeladen, eigene Anliegen aus der schmerztherapeutischen Arbeit einzubringen, damit eine möglichst praxisnahe Auseinandersetzung mit eigenen Erfahrungen, Schwierigkeiten oder Unsicherheiten bei Gruppentherapien möglich wird.
PP-Präsentation, Handout, Rollenspiel, Falldiskussionen
Dr. rer nat. Jule Frettlöh, Diplom-Psychologin (1987); Psychologische Psychotherapeutin (Approbation, 1999), Dozentin in verschiedenen Weiterbildungs-Instituten für Klinische Psychologie, Dozentin und akkreditierte Supervisiorin in der Psychotherapeutenkammer NRW (seit 2005), zertifizierte Schmerztherapeutin (DGSS, DGPSF seit 1993); seit 1987 im Bereich psychologische Schmerztherapie wissenschaftlich und klinisch tätig; seit 2000 leitende Psychologin an der Abteilung für Schmerztherapie, Berufsgenossenschaftliche Kliniken Bergmannsheil Bochum
Modul 3.2.
Tiefenpsychologische Therapieansätze bei
chronischen Schmerzen
Dr. med. Claus Derra, Dipl.-Psych.
Tiefenpsychologische Therapieansätze bei chronischen Schmerzen
empfohlen
Grundlagen des tiefenpsychologischen Verständnisses von Persönlichkeit und Entwicklung von Krankheit kennen. Das heutige psychodynamische Verständnis der Entwicklung und Behandlung chronischer Schmerzen kennen. Wissen, dass chronischer Schmerz eine Modifikation traditioneller psychodynamischer Behandlungsansätze notwendig macht.
Darstellung der Entwicklung von der traditionellen Psychoanalyse bis hin zu heutigen psychodynamischen Ansätzen. Psychodynamische Grundkonzepte: Kindheitsbelastungs- und Schutzfaktoren, Bindungsverhalten, Abwehrmechanismen, Lebensereignisse, Übertragung/Gegenübertragung. Krankheitskonzepte: Somatisierung, Konversion, narzisstische Dynamik, somatoforme Schmerzstörung. Diagnostik: Biographische Anamnese, OPD. Konzepte psychodynamischer Einzel- und Gruppentherapie
PP-Präsentation, Handout, Videos mit Patientenbeispielen, Falldiskussionen
Reha-Zentrum Bad Mergentheim der Deutschen Rentenversicherung Bund, Klinik Taubertal, Ketterberg 2, 97980 Bad Mergentheim
dr.claus.derra@drv-bund.de, Fax. 07931-591-170, Tel. 07931-591-0
Dr. med. Dipl. Psych., Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, FA für psychotherapeutische Medizin, Rehabilitationswesen, Spezielle Schmerztherapie, weiterbildungsbefugt bei der ÄK Nord-Württemberg.
Modul 4.1
Spezifische Krankheitsbilder und
medizinische Behandlung
Überblick über häufige Krankheitsbilder, diagnostische Möglichkeiten und therapeutische Maßnahmen mit Schwerpunkt auf medikamentöse Therapie.
In dieser Veranstaltung werden Besonderheiten der Schmerzanamnese, Diagnostik, Untersuchungsverfahren und spezielle diagnostische Methoden mit interventionellen Verfahren besprochen. Spezielle Krankheitsbilder werden vorgestellt:
Rückenschmerz, neuropathische Schmerzbilder (PNP, CRPS, Phantomschmerz), viszeraler Schmerz und Schmerzen bei Tumorerkrankungen.
Es werden therapeutische Maßnahmen vorgestellt:
Medikamentöse Schmerztherapie mit Analgetika (Nichtopioidanalgetika, Opioide) und Ko- Analgetika (u.a. Antidepressiva, Antikonvulsiva).
Interventionelle Verfahren, Stellenwert diagnostischer und therapeutischer Verfahren, periphere Nervenblockaden, Interventionen am Sympathikus. Physikalische und manuelle Therapie, Elektrotherapie. Schwerpunkt liegt auf dem interdisziplinären diagnostischen und therapeutischen Vorgehen.
Die Teilnehmer erhalten ein Handout der vorgestellten Folien und Literaturhinweise.
PP-Präsentation, Handout, Kurz- Videos, Patientenvorstellung.
Zenz/Jurna, Lehrbuch der Schmerztherapie, 2. Auflage, Wissenschaftliche Vertragsgesellschaft mbH Stuttgart 2001; H. Ch. Diener/ Ch. Maier, Schmerztherapie, 2. Auflage, Urban&Fischer 2003;
Dr. Doris Kindler, Berufsgenossenschaftlich Kliniken Bergmannsheil, Bürkle-de-la-Camp-Platz 1, 44789 Bochum, Tel.: 0234/3023256, doriskindler@web.de; oder Kindler@anaesthesia.de;
Modul 4.2
(1) Schmerzpsychotherapie bei Tumorschmerzen
(2) Psychologische Aspekte bei Medikamentenmissbrauch, -abhängigkeit und Entzug
Dipl.-Psych. Anne Willweber, Bremen
(1) 4
(2) 4
(1) Psychologische Besonderheiten bei Tumorschmerzen; Indikation und Anwendung spezieller schmerzpsychotherapeutischer individueller und standardisierter Therapieverfahren
(2) Differenzierung Medikamentenmissbrauch und Medikamentenabhängigkeit; Ätiologie; psychotherapeutische Interventionsmöglichkeiten
(1) Bio-psycho-soziales Bedingungsgefüge bei Tumorschmerzen;
Psychologische Unterschiede zu anderen Patienten mit chronischen Schmerzen, die nicht an einer existentiellen, häufig deutlich lebenslimitierenden Erkrankung leiden; häufige Komorbiditäten; Besonderheiten in der Interaktion; Besonderheiten der Anwendung von Schmerzbewältigungstechniken; Spezielle Interventionsmöglichkeiten bei Trauer, Angst, Depression; Aufklärung, Kommunikation und Angehörigenarbeit;
Palliativmedizinische Aspekte.
(2) Diagnostische Kriterien für Medikamentenmissbrauch und Medikamentenabhängigkeit; Entstehungsmechanismen; Risikofaktoren; Psychotherapeutische Möglichkeiten der Prävention; psychotherapeutische Interventionen bei Medikamentenentzug; Patientenverträge; Rückfallprophylaxe.
PP-Präsentation, Handout, Falldiskussionen, Rollenspiele
(1) Eggebrecht D: Krebsschmerz. In: Kröner-Herwig, B., Frettlöh, J., Klinger, R. & Nilges, P. (2007). Schmerzpsychotherapie (6. Aufl.). Berlin: Springer
Willweber-Strumpf A: Grundlagen der symptomatischen Schmerztherapie - Psychotherapie. In: Zenz M, Donner B (Hrsg) Schmerz bei Tumorerkrankungen. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart 2002
(2) Glier B: Medikamentenmissbrauch, -abhängigkeit und –entzug. In: In: Basler HB, Franz C, Kröner-Herwig B, Rehfisch HP (Hrsg): Psychologische Schmerztherapie. Berlin, Heidelberg: Springer 2004
Willweber-Strumpf A: Missbrauch, Abhängigkeit. In: Zenz M, Jurna J (Hrsg) Lehrbuch der Schmerztherapie. wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart 2001
Dipl.-Psych. Anne Willweber
Contrescarpe 29
28203 Bremen
Tel.: 0421 – 244 27 41
Fax: 0421 – 244 28 23
email: anne.willweber-strumpf@rub.de
Psychologische Psychotherapeutin (Approbation 1999), Zusatzausbildung Spezielle Schmerzpsychotherapie (1995), Supervisorin für psychologische Schmerztherapie (2004).
Modul 3.1
Schmerzpsychotherapie bei Rückenschmerzen
Prof. Dr. rer. biol. hum. Michael Pfingsten, Dipl.-Psych., Göttingen
Erkennen der multifaktoriellen Genese bei der Entstehung und Aufrechterhaltung von Rückenschmerzen
Erkennen der Wirksamkeit psychologischer Faktoren im akuten und chronischen Stadium der Erkrankung
Erkennen des Zusammenwirkens der psychologischen Mechanismen mit sozialrechtlichen und iatrogenen Faktoren
Erkennen der Problematik von „somatisierenden“ diagnostischen und therap. Verfahren
Erkennen der Notwendigkeit eines interdisziplinären therap. Vorgehens
Erkennen der Notwendigkeit der Mischung aus Behandlungsinhalten und -prinzipien
Multifaktorielle Mechanismen der Chronifizierung von Rückenschmerzen
Einfluss psychologischer Faktoren auf der kognitiven, emotionalen und Verhaltensebene
Angst-/Vermeidungs-Modell
Therap. Konsequenzen im multimodalen Setting
Inhalte und Prinzipien der Behandlung
PP-Präsentation, Handout, Falldiskussionen
Hasenbring M, Pfingsten M (2004) Psychologische Mechanismen der Chronifzierung. In: Kröner-Herwig, B., Frettlöh, J., Klinger, R. & Nilges, P. (2007). Schmerzpsychotherapie (6. Aufl.). Berlin: Springer, 103 -122
Pfingsten M (2005) Multimodal – Was ist das überhaupt? Man Med 43: 80-84
Pfingsten M (2005) Die Behandlung von Rückenschmerzen als Angsttherapie. Psychotherapie im Dialog (PID) 6: 52-57
Hildebrandt J, Pfingsten M et al. (2003) GRIP – Das Manual. Conress-Verlag, Berlin. 1-183
Prof. Dr. Michael Pfingsten, Dipl.-Psych. ltd. Psychologe der SchmerzambulanzZentrum Anaesthesiologie, Rettungs- und IntensivmedizinKlinikum der Georg-August-UniversitätRobert-Koch-Str. 4037075 Göttingen Tel.: 0551 / 398816michael.pfingsten@med.uni-goettingen.de
Psychologischer Psychotherapeut, Verhaltenstherapeut, Klinischer Psychologe, Psychologischer Schmerztherapeut, Hochschullehrer für medizinische Psychologie
Modul 5.1.
Schmerzpsychotherapie bei Kopfschmerzen
Dr. rer. med. G. Fritsche, Dipl.-Psych.
- Aktualisierung ätiologischer Grundlagenkenntnisse der wichtigsten KS-Syndrome
- Sensibilisierung für die besondere Verantwortung der Tätigkeit in einem interdisziplinären neurologisch-psychologischem Arbeitsfeld
- Einbezug der Symptomlinderung als Therapieziel
- differentielle Indikationsstellung - syndromspezifische Therapieplanung
- Edukation der ätiologischen Besonderheiten von Kopfschmerz- syndromen
- Diagnostik u. Therapie von Migräne, Kopfschmerz (KS) vom Spannungstyp, Cluster-KS, Trigeminusneuralgie, atypischer Gesichtsschmerz, temporo-mandibuläre Dysfunktion, medikamen teninduzierter KS
- Medikamentenedukation
- Einüben syndromspezifischer Psychotherapie-Ansätze
- KS-Selbsterfahrung / Erfahrung mit KS-Patienten
- Supervision stockender Therapieverläufe
Frontalunterricht, Rollenspiele, Fallbesprechungen
Die gezeigten Folien werden als handout zur Verfügung gestellt
Bischoff, C., Zenz, H., Traue, H.C. (2003): Kopfschmerz. In: R.H. Adler, J.M. Herrmann, et al. (Eds.) Uexküll Psychosomatische Medizin (pp. 817-834). München: Urban & Fischer
Fritsche, G. (2003): Migräne. In: In H.-D. Basler, C. Franz, B. Kröner-Herwig, H. P. Rehfisch & H. Seemann (Eds.) Psychologische Schmerztherapie: Grundlagen, Diagnostik, Krankheitsbilder, Behandlung (pp. 361-381). Berlin: Springer.
Fritsche, G. (2007): Medikamenteninduzierter Kopfschmerz. In: Kröner-Herwig, B., Frettlöh, J., Klinger, R. & Nilges, P. (2007). Schmerzpsychotherapie (6. Aufl.). Berlin: Springer (pp. 391-404).
Fritsche, G., Haag G. (2003): Psychologische Therapie bei Kopfschmerz. In: H.C. Diener (Ed.) Kopfschmerzen – Referenzreihe Neurologie (pp. 213-228). Stuttgart New York: Thieme.
Gerber WD, Kropp P, Schoenen J, Siniatchkin MS (1996) <<Born to be wild oder doch gelernt?>> Neue verhaltensmedizinische Erkenntnisse zur Ätiopathogenese der Migräne. Verhaltenstherapie; 6: 210-220
Dipl.-Psych. Dr. Guenther Fritsche,
Nerurologische Klinik, Universität Essen,
Hufelandstr. 55, D45122 Essen, Germany
Phone +49 201 723 3263; Fax + 49 201 723 5939
e-mail guenther.fritsche@uni-essen.de
- Ltd. Diplompsychologe der Klinik für Neurologie der Universität Essen
- Ltd. Diplompsychologe des Westdeutschen Kopfschmerzzentrums
- Vorsitzender des gemeinsamen Prüfungsausschusses für die Fort- /Weiterbildung in Spezieller Schmerzpsychotherapie
- VT-Ausbildung, SSPT-Ausbildung, SSPT-Supervisor, Approbation 1999, Promotion 2001
- Organisationsmitglied des Curriculums „Bochum“ der Akademie für Schmerzpsychotherapie der DGPSF
Modul 7.2
Hypnotherapie bei Schmerzerkrankungen
Dipl.-Psych. Paul Janouch, Bad Salzuflen
Kennenlernen von mind. 2 hypnotischen Schmerzkontrolltechniken
Die Hypnose gehört zu den ältesten Verfahren psychologischer Schmerzbeeinflussung. Nach der Definition und einem kurzen historischen Überblick werden Techniken zur hypnotischen Schmerzkontrolle vorgestellt. Die Effektivität wird anhand von Studien, die klinischen Einschränkungen durch Fallberichte vorgestellt.
Live-Demonstrationen, Handout, Falldiskussionen (evtl. Kleingruppenarbeit)
Hermannstr. 26, 323105 Bad Salzuflen, ,
www.meg-badsalzuflen.de
Psychologischer Psychotherapeut (eigene Praxis), erster Vors. MEG
Modul 6.1
Schmerzpsychotherapie bei Kindern und Jugendlichen
Dozenten
Michael Dobe, Dipl.-Psych., Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut
Dr. rer. nat. Tanja Hechler, Dipl.-Psych.
- Kennen lernen der Besonderheiten im therapeutischen Vorgehen bei Kindern und ihren Familien (Therapie über die Altersspanne bei Kindern und Jugendlichen)
- Kennen lernen und Anwenden von schmerzpsychotherapeutischen Strategien bei Kindern mit Berücksichtigung der besonderen therapeutischen Haltung (“Ohne Beziehung geht nichts”)
- Erhalten von umfassenden Informationen bezüglich des Diagnostik-Standards für Kinder und Jugendliche und Anwendung von einzelnen diagnostischen Verfahren
- Kennen lernen und Ausprobieren von familientherapeutischen Interventionen unter dem Stichwort “Das System Familie: Somatische Fixierung auflösen und Ressource Familie aktivieren”
- Erhalten von Informationen zum wissenschaftlichen Evidenzgrad bezüglich multimodaler Therapieprogramme im Kindes- und Jugendalter
Schmerztherapeutinnen und -therapeuten stehen bei der Arbeit mit chronisch schmerzkranken Kindern vor der Herausforderung, nicht nur mit dem Kind, sondern auch mit dem familiären System zu arbeiten. Meist tragen familiäre Faktoren zur Schmerzentstehung sowie Schmerzaufrechterhaltung bei. Somit ist es neben dem wissenschaftlichen und klinisch-praktischem Verständnis der Besonderheiten der psychologischen Kinderschmerztherapie wichtig, die familiären Ressourcen so zu nutzen, dass eine erfolgreiche Schmerztherapie möglich wird. Das Seminar soll Wege und Möglichkeiten hierfür aufzeigen und anhand von Rollenspielen Übungsmöglichkeiten geben. Es werden zudem verschiedene Disgnostische Methoden kurz vorgestellt, welche geeignet sind, therapeutische Ansatzpunkte in der Arbeit mit Kindern und Familien zu eruieren. Schließlich wird der Grad der Erkenntnis zur Wirksamkeit multimodaler Therapieprogramme mit den TeilnehmerInnen gemeinsam kritisch diskutiert.
Dobe, M., Zernikow, B. (2009). Rote Karte für den Schmerz. Carl-Auer-Verlag, Heidelberg
Dobe, M., Hechler, T. et al. (2009). Multimodale stationäre Schmerztherapie bei Kindern und Jugendlichen. In: B. Zernikow (Hrsg.): Schmerztherapie bei Kindern, 4. Auflage. Berlin, Springer
Dobe, M., Damschen, U. et al (2006). Dreiwöchige stationäre multimodale Schmerztherapie bei Kinern und Jugendlichen mit chronischen Schmerzen. Der Scmerz 20: 51-60
Weitere Literatur wird im Seminar angegeben
Angaben zu Dozenten
Michael Dobe, Dipl.-Psych, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut Vodafone Stiftungsinstitut und Lehrstuhl für Kinderschmerztherapie und Pädiatrische Palliativmedizin (VIKP)Dr.-Friedrich-Steiner-Str. 545711 DattelnTel.: 02363 - 975 558 E-Mail: m.dobe@kinderklinik-datteln.de
Tanja Hechler (Dr. rer. nat., Dipl.-Psych.) Leitung des ForschungsteamsVodafone Stiftungsinstitut und Lehrstuhl für Kinderschmerztherapie und Pädiatrische Palliativmedizin (VIKP)Dr.-Friedrich-Steiner-Str. 545711 Datteln Tel.: 02363 - 975 558E-Mail: T.Hechler@kinderklinik-datteln.de
QualifikationenDozent/in
Michael Dobe, Diplom-Psychologe (2000); Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut (Approbation 2008), Dozent in der Aus- und Weiterbildung für Kinderärzte und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten in verschiedenen Weiterbildungsinstituten (seit 2003), Trauma- und Familientherapeut. Seit 2000 im Bereich der psychologischen Kinderschmerztherapie wissenschaftlich und klinisch tätig.
Tanja Hechler, Dr. rer.-nat., Dipl.-Psych.; Leiterin des Forschungsteams des VIKP seit 2006, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin. Externe Dozentin und Gutachterin an der Ruhr-Universität Bochum, Abt. Klinische Psychologie, der Justus-Liebig-Universität Gießen, Abt. Klinische Psychologie und der Westfälischen Universiotät Münster, Psychologisches Institut für Klinische Psychologie (Schwerpunkt: Klinische Kinderpsychologie)
Modul 5.2
Schmerzpsychotherapie bei rheumatischen
Erkrankungen und Fibromyalgie
Ingo Heidrich, Dipl.-Psych., Bad Bramstedt
Medizinische Grundlagen der Schmerzpsychotherapie
Zeitaufwand in Unterrichtsstunden
8
Psychologische Besonderheiten bei Rheumaschmerz und Fibromyalgie; Indikation und Anwendung spezieller schmerzpsychotherapeutischer individueller und standardisierter Therapieverfahren
(1) Bio-psycho-soziales Bedingungsgefüge bei Rheumaschmerzen unter Berücksichtigung von Primär- Sekundär und Tertiärpräventiven sowie rehabilitativen psychologischen Behandlungsmöglichkeiten.
Aspekte der Krankheitsbewältigung;
Prädisponierende und chronifizierende Faktoren bei Rheumaschmerz;
Interaktionelle Aspekte;
Besonderheiten beim Fibromyalgiesyndrom
Unterrichtsart, -medien und zu verteilende Materialien
Unterricht im Vortragsstil und interaktiv
Falldemonstrationen
Rollenspiele
Vortragskurzfassungen werden zur Verfügung gestellt
Anbindung an die Interdisziplinäre Schmerzkonferenz des Rotes-Kreuz-Krankenhaus Bremen ist möglich
Jungnitsch G: Rheumatische Erkrankungen, Hogrefe, Göttingen 2003
Blumenstiel K, Bieber C, Eich W: Fibromyalgiesyndrom. In: Kröner-Herwig, B., Frettlöh, J., Klinger, R. & Nilges, P. (Hrsg.). Schmerzpsychotherapie (6. Aufl.). Berlin, Heidelberg: Springer 2007
Angaben zu Dozent/in
Dipl.-Psych. Ingo Heidrich
Med.-Psychosomatische Klinik Bad Bramstedt
Birkenweg 10
24576 Bad Bramstedt
Tel: 04192-504 622
email: iheidrich@schoen-kliniken.de
Qualifikationen Dozent/in
Stationspsychologe im Schwerpunkt chronische Schmerzen der Med.-Psychosomatischen Klinik Bad Bramstedt (2001)
Diplom Psychologie (1997) Psychologischer Psychotherapeut (2002) Zusatzausbildung in Spezieller Schmerz-Psychotherapie (2003) Supervisor für psychologische Schmerztherapie (2004)